Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es war sehr schwierig und herausfordernd. Und doch haben wir gemeinsam Erfolge erzielt, die uns Mut und Hoffnung geben!
Alexandra Karle, Geschäftsleiterin Amnesty International Schweiz
Erfolge, auf die wir stolz sein dürfen
Journalistin freigelassen
Burundi
Floriane Irangabiye wurde inhaftiert, weil sie 2022 in einer Radiosendung Kritik an der Regierung geübt hatte. Nach einer Begnadigung durch den Präsidenten wurde sie im August aus der Haft entlassen. Amnesty International hatte für sie eine Briefaktion lanciert.
Abschaffung der Todesstrafe
Simbabwe
Das Kabinett in Simbabwe hat sich am 6. Februar für die Abschaffung der Todesstrafe ausgesprochen. Amnesty International kämpft seit ihrer Gründung gegen die Todesstrafe. Denn sie ist diskriminierend, willkürlich und nicht widerrufbar.
Gleichgeschlechtliche Ehe: Ja
Griechenland
Das Gesetz wurde Mitte Februar nach einer intensiven Debatte in Gesellschaft und Parlament mit Mehrheit angenommen. 176 von 254 Abgeordneten sagten Ja. Auch Amnesty International hatte sich dafür eingesetzt.
Schwangerschaftsabbruch
Frankreich
Frankreich verankert das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in der Verfassung - als erstes Land weltweit. Dieser Entscheid erfolgte 49 Jahre nach der Verabschiedung eines Gesetzes, das den Schwangerschaftsabbruch straffrei stellte. Auch Amnesty International hatte sich dafür stark gemacht.
Schutz von Menschen mit Albanismus
Simbabwe
Im August wurde die Erklärung zum Schutz von Menschen mit Albinismus unterzeichnet. 2016 veröffentlichte Amnesty einen Bericht über Entführungen und Tötungen von Menschen mit Albinismus, startete eine Kampagne und arbeitete eng mit der Politik zusammen, um die Erklärung zu formulieren.
Seenotretter*innen: Verfahren eingestellt
Italien
Ein italienisches Gericht entschied, das Vorverfahren gegen die vier deutschen Mitglieder der Iuventa-Crew sowie sechs weitere Menschen, die auf den Rettungsschiffen der Organisationen «Save The Children International» und «Médicins Sans Frontières» gearbeitet hatten, einzustellen. Auch Amnesty hatte die Seenotretter*innen unterstützt.
WikiLeaks-Gründer ist wieder in Freiheit
Julian Assange
Nach jahrelangem juristischem Ringen kam Julian Assange im Juli endlich frei und konnte in seine Heimat Australien zurückkehren. Amnesty International hatte seine Freilassung gefordert und macht sich weiterhin für die Meinungs- und Pressefreiheit stark.
Arbeitsverträge für Sexarbeitende
Belgien
Im Mai hat das belgische Parlament ein Arbeitsgesetz für die Sexarbeits-Branche verabschiedet. Damit können Sexarbeiter*innen neu in Anstellung arbeiten und sozialversichert werden. Auch Amnesty International hatte sich dafür eingesetzt.
Palästinensischer Arzt freigelassen
Israel und besetztes Gebiet
Dr. Khaled Al Serr war einer der Beschäftigten, die sich entschieden, im Nasser-Krankenhaus zu bleiben und sich um die Patient*innen zu kümmern, als das Gebäude von der israelischen Armee umstellt wurde. Bei dessen Erstürmung wurde er festgenommen. Amnesty hatte eine Briefaktion für ihn lanciert.
Ihre Spende ermöglicht nächstes Jahr weitere Erfolge
Dank Ihrer Spende können wir in Zeiten von Krisen schnell und unabhängig reagieren und dort handeln, wo Menschen in Gefahr sind. Gemeinsam sind wir erfolgreich.