Rokiatou Doumbia - Mali

Freiheit für Rokiatou Doumbia

Fordere den Justizminister von Mali auf, Rokiatou Doumbia sofort freizulassen.

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Sie ist in Haft, weil sie auf TikTok die Regierung kritisierte

Rokiatou Doumbia ist Unternehmerin, Aktivistin und eine bekannte Social-Media-Influencerin in Mali. Sie nutzte ihren TikTok-Kanal, um auf die hohen Lebenshaltungskosten und die bewaffnete Gewalt aufmerksam zu machen. Weil sie zudem das Versagen der Regierung kritisierte, die andauernden Konflikte im Land unter Kontrolle zu bekommen, wurde sie zur Zielscheibe. Seit über drei Jahren ist sie willkürlich in Haft.

Rokiatou Doumbia ist bekannt für ihre direkte Art. Die Mutter von zwei Kindern setzt sich seit langem für Frauen und Familien in ihrer Gemeinde ein, gründete einen Verein, der Frauen bei der Gründung kleiner Unternehmen unterstützt, und organisierte Lebensmittelverteilungen für Bedürftige.

Auch auf den Sozialen Medien ist Rokiatou Doumbia aktiv. Auf TikTok schuf sie einen Raum, in dem ihre 175’000 Follower offen über alltägliche Nöte und steigende Lebensmittelpreise sprechen konnten. Doch dieses Engagement zog bald ungewollte Aufmerksamkeit auf sich.

Im März 2023 wurde Rokiatou Doumbia in ihrer Boutique in Bamako festgenommen, nachdem sie in einem TikTok-Livestream die steigenden Lebenshaltungskosten kritisiert hatte und der Militärführung Malis vorwarf, die bewaffneten Konflikte und Gewalt nicht unter Kontrolle zu kriegen. Sie wurde wegen «Anstiftung zum Aufstand», «Störung der öffentlichen Ordnung» und «Diskreditierung des Staates» angeklagt. Zwei Wochen später, am 29. März 2023, wurden zudem neue Anklagen wegen «Herabwürdigung des Staates» und «krimineller Verschwörung» gegen sie erhoben.

Im August 2023 wurde sie wegen der ursprünglichen Anklagepunkte für schuldig befunden und zu einem Jahr Haft sowie einer Geldstrafe verurteilt. Sechs Monate später, im Januar 2024, wurde das Urteil aufgehoben. Dennoch befindet sie sich weiterhin in willkürlicher Haft aufgrund der Anklagepunkte «Herabwürdigung des Staates» und «kriminelle Verschwörung», wegen derer sie vor Gericht gestellt werden soll. Ein Termin für die Verhandlung steht noch aus.

Die willkürliche Inhaftierung von Rokiatou Doumbia verdeutlicht das Aufkommen autoritärer Praktiken in Mali, wo unter der Militärregierung abweichende Stimmen zunehmend bedroht und mundtot gemacht werden. Politische Parteien wurden aufgelöst, unabhängige Medien wurden eingestellt, Kritiker*innen, Menschenrechtsverteidiger*innen und Medienschaffende sind der Gefahr von Einschüchterung, Verhaftung und dem Missbrauch des Strafrechtssystems ausgesetzt. Besonders bedroht davon sind Frauen, die sich öffentlich äussern. Sie sind nicht nur mit Repression und allfälligen rechtlichen Schritten konfrontiert, sondern werden auch täglich diskriminiert, stigmatisiert und belästigt, wenn sie sich an der öffentlichen Debatte beteiligen.

Setzen Sie sich für die Freilassung von Rokiatou Doumbia und für das Recht auf freie Meinungsäusserung in Mali ein – unterschreiben Sie jetzt die Petition! 

Jetzt die Petition unterschreiben

Brief an den Minister für Justiz und Menschenrechte von Mali

Adressiert an:
Minister of Justice and Human Rights
Ministry of Justice and Human Rights
Cité administrative – Bâtiment 12, 3e étage
BP 97 Bamako
Mali

Sehr geehrter Herr Justizminister,

Ich fordere Sie auf, Rokiatou Doumbia umgehend und bedingungslos freizulassen. Rokiatou Doumbia ist Unternehmerin, Aktivistin und Social-Media-Influencerin, die sich seit langem für Frauen und Familien in ihrer Gemeinde einsetzt. Im März 2023 wurde sie verhaftet und angeklagt, nachdem sie in ei-nem TikTok-Livestream die steigenden Lebenshaltungskosten und die Militärbehörden Malis kritisiert hatte. Obwohl zwei der gegen sie erhobenen Anklagepunkte später fallen gelassen wurden, befindet sie sich weiterhin in willkürlicher Haft und wartet auf ihren Prozess wegen der verbleibenden Anklagepunkte. Ihre Behörden nutzen das Argument der nationalen Sicherheit, um legitime Kritik an der Regierung zu einer Straftat zu machen.

Rokiatou Doumbia wurde nur deshalb inhaftiert und verurteilt, weil sie friedlich von ihrem Recht auf freie Meinungsäusserung Gebrauch gemacht hat. Sie muss sofort freigelassen werden.

Mit freundlichen Grüssen,
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Alles begann mit einer Gruppe polnischer Aktivist*innen, die einen 24-stündigen Briefmarathon startete und Tag und Nacht Briefe schrieb für Menschen, deren Rechte verletzt worden waren. Fünfundzwanzig Jahre später ist daraus die grösste Menschenrechtskampagne gewachsen, in der wir uns zusammentun, um die Menschenrechte von Menschen, die bedroht werden, zu schützen.

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