Die Schweiz wartet auf ein Konsens-basiertes Sexualstrafrecht

Das Gesetz muss die sexuelle Selbstbestimmung schützen und Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung als Vergewaltigung anerkennen. Rufen wir das Parlament dazu auf, die «Nur Ja heisst Ja»-Lösung im Schweizer Sexualstrafrecht zu übernehmen.

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Unterzeichnen Sie jetzt unsere Petition für die «Nur Ja heisst Ja»-Lösung im Sexualstrafrecht

Die «Nur Ja heisst Ja»-Lösung ist der beste Weg, die sexuelle Selbstbestimmung zu schützen.

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NUR JA HEISST JA

Am 7. Juni hat sich der Ständerat für die «Nein ist Nein»-Variante bei der gesetzlichen Definition von Vergewaltigung ausgesprochen. Die Ständerat*innen haben damit die die historische Chance, eine auf Zustimmung basierende Revision durchzuführen und endlich anzuerkennen, dass Geschlechtsverkehr ohne Zustimmung eine Vergewaltigung ist. Für uns ist klar: Einzig die «Nur Ja heisst Ja»-Lösung, die auf der Zustimmung aller Beteiligten basiert, kann die sexuelle Selbstbestimmung ausreichend schützen. Der «Nein ist Nein»-Ansatz hingegen beruht auf der Ablehnung der Opfer und berücksichtigt somit nicht die Realität von sexualisierter Gewalt Betroffenen. Wir geben uns mit diesem unzureichenden Entscheid nicht zufrieden. Aber es gibt noch Hoffnung: Wir rufen den Nationalrat auf, sich für die «Nur Ja heisst Ja»-Lösung auszusprechen, denn wir wollen eine zeitgemässe Reform des Sexualstrafrechts, die auf Zustimmung basiert.

Möchten Sie aktiv werden? Ihnen stehen mehrere Möglichkeiten offen:

  1. Unterzeichnen Sie unsere Petition und verbreiten Sie sie in Ihren sozialen Netzwerken.
  2. Bestellen Sie unser Kampagnenmaterial (Flyer, Stickers, Petitionsformulare) und verteilen Sie es in Ihrem Umfeld.
Vollständiger Petitionstext

TALKSHOW «Let’s talk consent»

Sechs Männer aus der Deutschschweiz – David Suivez (Lover und Playfighter), Denis Sorie (Politaktivist @Operation Libero und Amnesty), Elias Burkhalter (Filmschaffender und Schreiner), Yannis Maviaki (Rapper), Thomas Neumeyer (Experte männer.ch) und Josia Jourdan (Journalist und Content-Creator) – haben sich mit Moderator Remo Widmer getroffen, um über sexualisierte Gewalt und Zustimmung beim Sex zu sprechen. Sehen Sie sich das spannende Gespräch an und teilen Sie das Video in den sozialen Netzwerken!

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Unsere Argumente für ein Konsens-basiertes Sexualstrafrecht

Die «Nur Ja heisst Ja»-Lösung:

• entspricht der Praxis und den Erwartungen der Bevölkerung;

• bietet den bestmöglichen Schutz für Betroffene sexualisierter Gewalt;

• sendet eine klare Botschaft an die Gesellschaft;

• entspricht den internationalen Menschenrechtsstandards.

Lesen Sie hier unser Argumentarium.

Wahrnehmung sexueller Beziehungen und Gewalt in der Bevölkerung

Die Schweiz ist bereit für ein Konsens-basiertes Sexualstrafrecht: Die Zustimmungslösung entspricht den Erwartungen und der gelebten Realität der Bevölkerung. Dies zeigt eine repräsentativen Umfrage zur Wahrnehmung sexueller Beziehungen und Gewalt des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag von Amnesty International. Die «Nur Ja heisst Ja»-Lösung schützt Betroffene am besten vor sexualisierter Gewalt – dieser Meinung ist eine Mehrheit der Befragten. Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Umfrage finden Sie hier

Männer engagieren sich für «Nur Ja heisst Ja»

Amnesty Schweiz lässt jetzt Männer aus den Bereichen Kunst, Musik und Medien zu Wort kommen: Sie äussern sich zur Verantwortung der Männer, gegen sexualisierte Gewalt anzugehen. Die Amnesty-Kampagne soll Männer dazu ermutigen, den Grundsatz «Nur Ja heisst Ja» bei jeglicher sexuellen Handlung anzuwenden, mit ihren Freunden darüber zu sprechen und sich öffentlich gegen sexualisierte Gewalt auszusprechen. Lesen Sie unsere Medienmitteilung zum Engagement von Männern für «Nur Ja heisst Ja».

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Wie holen wir Konsens ein?

Die Idee der Zustimmung ist einfach: Um Sex zu haben, müssen wir wissen, dass die Person, mit der wir Sex haben möchten, auch Sex mit uns haben will. Das bedeutet, dass wir verbal oder nonverbal mit der Partner*in kommunizieren und dafür sorgen, dass alle sexuellen Aktivitäten mit voller gegenseitiger Zustimmung stattfinden. Diese fünf Punkte* gilt es dabei zu beachten:

  • F.rei gegeben Alle beteiligten Personen haben die Freiheit, Ja oder Nein zu sagen oder zu äussern. Zustimmung kann nicht mit Druck, Gewalt oder Manipulation erzwungen werden
  • R.eversibel/Umkehrbar Jede Person kann ihre Meinung jederzeit ändern, auch wenn sie zuvor zugestimmt hat
  • I.nformiert Alle involvierten Personen müssen bei jeder Handlung genau wissen, wozu sie ihr Einverständnis geben
  • E.nthusiastisch Beim Sex sollen alle involvierten Personen nur tun, was sie tun wollen und nichts, zu was sie sich verpflichtet fühlen
  • S.pezifisch Für jede sexuelle Handlung braucht es die Zustimmung. Ja zu einer Handlung sagen (z.B. ins Schlafzimmer gehen und küssen) heisst nicht Ja zu jeder anderen Handlung (z.B. Sex haben)

Wenn wir darüber sprechen können, können wir es auch anwenden: Die Anwendung von Konsens ist einfach – so einfach wie F.R.I.E.S! *© PlannedParenthood

 

 

Die folgenden Organisationen unterstützen unsere Petition zur Aufnahme der Zustimmungslösung in das Schweizer Sexualstrafrecht.

Nationale Organisationen

  • Alliance F
  • cfd die feministische Friedensorganisation
  • Dachorganisation Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein DAO
  • Evangelischen Frauen Schweiz EFS
  • die Feministen
  • InterAction
  • Lesbenorganisation Schweiz LOS
  • Männer.ch
  • Operation Libero
  • PeaceWomen Across the Globe
  • Pink Cross
  • Schweizerischer Verband für Frauenrechte SVF
  • Sexuelle Gesundheit Schweiz
  • Transgender Network Switzerland TGNS
  • Unia
  • Verband für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie Schweiz vahs
  • Verein Feministische Wissenschaft Schweiz

Regionale und lokale Organisationen

  • Beratungsstelle Frauen-Nottelefon
  • BIF Beratungsstelle für Frauen
  • Collectif Grève féministe Genève
  • Collectif Grève féministe Neuchâtel
  • Feministisches Streikkollektiv Basel
  • Feministisches Streikkollektiv Bern
  • Feministisches Streikkollektiv Zürich
  • Frauenberatung Sexuelle Gewalt
  • Frauenrechte Beider Basel FRBB
  • Frauenzentrale Zürich
  • Opferhilfe Bern
  • Solidarité Femmes Biel
  • Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern
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